Bewegendes Getöse

„Bad Moms“: Wunderbar besetzt mit Mila Kunis

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Heimchen am Herd? Amy (Mila Kunis) mag nicht mehr.

München - In „Bad Moms“ nehmen sich Mütter, die genug haben von den Anforderungen an sie, alle Freiheiten. Ein gelungener satirischer Blick auf Elternschaft.

Vor fünf Jahren kam ein Film in die Kinos, der die Frauen-Komödien veränderte: In „Brautalarm“ ging es so derb zur Sache, wie man das bisher nur vom Pedant mit männlichen Protagonisten kannte. Ohne diesen Film gebe es jetzt wohl keine „Bad Moms“: eine Geschichte um drei Frauen, die genug haben von den Anforderungen, unter denen manche Mutter ächzt. Sie beenden ihr Dasein als Übermütter, um fortan als „Bad Moms“ die Sau rauszulassen.

Glücklicherweise ist der Film nicht einfach die weibliche Version von „Hangover“, der dreiteiligen, feuchtfröhlichen Reihe um ein chaotisches Männertrio, mit der sich das Regie- und Autoren-Duo Jon Lucas und Scott Moore einen Namen gemacht hat. Mit „Bad Moms“ gelingt ihnen ein satirischer Blick auf die Elternschaft: von überfürsorglichen Helikopter-Eltern bis zu ewig gestressten, weil schon im Schulalter auf Karriere gepolten Kindern. Der Film atmet den anarchischen Geist von „Brautalarm“, ist jedoch weniger vulgär und grobschlächtig. Ein Gutteil der Anziehungskraft von „Bad Moms“ gründet in der wunderbaren Besetzung: Vor allem Mila Kunis sticht heraus. Flankiert wird sie von zwei weniger bekannten, jedoch nicht weniger einnehmenden Schauspielerinnen, Kathryn Hahn und Kristen Bell. So ist „Bad Moms“ ein unterhaltsamer, meist sehr amüsanter sowie – vielleicht ist das die größte Leistung – bei allem Getöse auch immer wieder bewegender Film.

„Bad Moms“

mit Mila Kunis

Regie: Jon Lucas und Scott Moore Laufzeit: 100 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Brautalarm“ mochten.

Matthias von Viereck

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