WARSTEIN ▪ Sechs Jahr lang hat er als Präsident die Prinzenpaare des Jungkolping auserwählt, am Samstag bestieg er selbst den Prinzengarden-Thron: Jens Severin und Jennifer Schröder sind die neuen Regenten der Jungkolping-Prinzengarde.

Jens Severin und Jennifer Schröder regieren den Warsteiner Jungkolping.
Der 29-jährige Student der Lichttechnik und seine 23-jährige Freundin, die als Physiotherapeutin arbeitet, wurden vom Publikum im ausverkauften Haus der Warsteiner Sauerlandhalle begeistert in Empfang genommen.
„Beiden fließt schon immer karnevalistisches Blut in den Adern“, verkündete Bruder Thomas Severin, der gemeinsam mit Ronny Eckhardt schwungvoll durchs Programm führte. Seit 2002 als Tänzer aktiv, gab die neue Tollität erst vor wenigen Monaten die Präsidentschaft an Jannik Adams weiter. Und auch die Prinzessin ist auf der Karnevalsbühne längst bekannt, hat sie doch alle Garden der GWK als Tänzerin durchlaufen und war vier Jahre lang als Trainerin der Jugendprinzengarde tätig. Den Bazillus carnevalitis übernahmen beide von ihren Eltern, die viele Jahre in der GWK aktiv waren.
Doch zuvor hieß es Abschied nehmen vom Prinzenpaar Dominik Broszat und Annika Stier, die nur sehr schweren Herzens ihre Insignien übergaben. „Dominik hat die ganze letzte Woche nochmal im Prinzenkostüm geschlafen“, schmunzelte Moderator Severin, „er wollte das gar nicht mehr hergeben.“ Doch er hatte keine Wahl: Zepter und Orden wechselten den Besitzer; Prinz Jens konnte seine elf närrischen Paragraphen verlesen.
Als eine ihrer ersten Amtshandlungen durfte das Prinzenpaar die besten Kostüme im Saal prämieren und kürte als Gewinner Dino Burkhard Adams, dessen Söhne alle drei in der Prinzengarde aktiv sind.
Dafür, dass von Beginn der Sitzung an die Stimmung bombig ist, sorgen die Prinzengardisten einfach selbst: Mit ihrem neuen Gardetanz rissen sie das Publikum mit und ernteten tosenden Applaus für ihre akrobatischen Höchstleistungen. In luftige Höhen katapulierte Tanzmajor Manuel Broszat sein Mariechen Denise Smorra.
„Fünf vor Zwölf“ zeigte die Uhr beim Schautanz der Damengarde der KG Rüthen, in den Orient entführten die Tänzerinnen der Flashdance-Group aus Meiste „Ein Traum wird wahr...“.
Auf den Spuren ihrer großen Vorbilder wandeln die Jungs der Jugendprinzengarde der GWK. Sie alle würden einmal gerne zur Prinzengarde gehören. Dass auch sie schon in der Lage sind, tolle Pyramiden zu bauen, bewiesen sie am Samstag zu Ehren des neuen Prinzenpaares.
„Welcome to Egypt“ ist das neue Schautanz-Thema der GWK-Seniorengarde. Mit aufwändigem Bühnenbild und einer tollen Choreographie begeisterten die Tänzerinnen das Publikum.
Eigens für den Kolping-Karneval hatten die Tänzerinnen der SKG-Aktivengarde ihren Gardetanz in peppige Form gebracht: Zwar im Gardekostüm, aber nicht zu Gardemusik legten sie einen zackigen Gardetanz aufs Parkett und wurden vom Publikum nicht ohne Zugabe entlassen.
Auch Benjamin Blümchen war am Samstag zu Gast bei der Prinzengarde: Mit ihm feierte die Leiterrunde der St. Pankratius-Gemeinde Geburtstag, zu dem alle Freunde eingeladen wurden. Nur für die „stinkenden Kühe aus Belecke“ gab es keinen Einlass. Da konnten sie sich noch so sehr bemühen, verkleiden oder gar ein Tänzchen aufführen – es blieb dabei. Doch spätestens beim Abschlusstanz „Komm hol das Lasso raus“ hatten die Party-Veranstalter ein Einsehen mit den Belecker Kühen.
Als echte Stimmungsgaranten erwiesen sich erneut die fünf Musiker des „Motzi-Chor“ mit ihren Front-Sängern Michael Hassel und Christian Wied. Zu Kölschen Karnevalshits tanzte der Saal auf Tischen und Bänken und feierte ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.



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