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Bilsteintal schafft Sprung in RoMo-Zug Warstein

Bilsteintal schafft Sprung in RoMo-Zug Warstein

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WARSTEIN/SUTTROP ▪ 18 Wagen, 23 Fußgruppen, sechs Musikkapellen und sieben Tanzsportgruppen: Die 1200 Akteure des Rosenmontagszuges Warstein lockten zahlreiche Menschen auf die Straße.

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Der wahre Satz wurde mehrfach gesprochen, immer in der Tonfarbe „Begeisterung“, in unterschiedlichen Stimmlagen: „Man ahnt gar nicht, wie viele Stunden Arbeit investiert wurden. Wie viel Geld aus der eigenen Tasche eingesetzt wurde – nur um uns heute hier zu begeistern!“ Rolf Wieskemper und Norbert Vogt als Kommentatoren auf dem für diesen Zweck scheinbar eigens gebauten Zwei-Mann-Balkon der Wohnung der Familie Mestermann an der Hauptstraße waren immer wieder begeistert von den opulenten Angeboten, die den Augen der Zuschauer beim RoMo-Zug der beiden Karnevalsgesellschaften aus Warstein und Suttrop gemacht wurden.

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Und das vielköpfige Publikum an der Einmündung Kreisstraße/Hauptstraße teilte diese Ansicht. Natürlich immer dann besonders, wenn ein bekanntes Gesicht in der Menge der Akteure auftauchte. Es dauerte diesmal exakt eine Stunde, eher die an der Suttroper Schützenhalle gestartete Demonstration bürgerschaftlichen Frohsinns an diesem Knick eintraf: Es wurden 18 Wagen, 23 Fußgruppen, sechs Musikkapellen und sieben Tanzsportgruppen erwartet, mit insgesamt über 1200 Akteuren aller Altersklassen. Die älteste Teilnehmerin war Elli Tönne, die am Valentinstag ihren 81. Geburtstag feiern konnte und seit 35 Jahren mit dem KC Alten Warstein am RoMo-Zug teilnimmt – diesmal unter dem Motto „Himmel und Hölle“ – alle Gruppenangehörigen verkleidet als Engel und Teufel.

Bis zur Ankunft des Zuges blies und trommelte die Musikkapelle Eversberg, was der Karneval an Liedgut vorhält – immer wieder angefeuert von Wieskemper/Vogt, die dafür sorgten, dass die Musikanten auch ihren „Lohn“ in „Helau“-Rufen einfuhren. Die Eversberger wurden schließlich „abgelöst“ von der Spielleute-Vereinigung Warstein, die mit englischen Uniformen und passenden Bärenfellimitatmützen den „Wellenbrecher“ machten. Deshalb konnte der Musikverein Suttrop die Instrumente zu Hause lassen, was sogar sein Motto war: „Heute ohne Instrument, wir feiern, bis der Nordpol brennt“, passend in Eskimo- und Eisbärfellen steckend.

Phantasie und Liebe zum Detail zeichnete auch die „Krötenwanderung“ von „Nur Sie und Co.“ aus, die SKG hatte Fotos ihrer Prinzenpaare seit 1982 aufgetrieben und an den „Ehemaligen“-Wagen drapiert, und dann ging es Schlag auf Schlag: Närrische Dickköppe, Ulkkapelle Suttrop, Jungschützen Suttrop und der Stammtisch Z.T.Z.A. (Zum Tanzen zu alt) wurden als Fußgruppen und Wagen (Jungschützen als Ritter) mit Beifall bedacht, wobei jede Gruppe ihr Thema „voll“ getroffen hatte.

„Warstein“ spielte häufig eine Rolle, und nach der Neuen Mitte im vergangenen Jahr schaffte es diesmal auch das Bilsteintal auf die Straße. Die Sternschnuppen und Co. hatten dazu eine „Elfen gleiche“ Idee, The Heartbeats machten aus dem entkommenen ungechipten Luchs „Freiheit für die Zebras!“, und die Mitglieder von KC Halt den Ball flach kamen als „Bilsteintaler“ - mit Zottelmähnen, Fellen und Keulen. Das einzige überregionale politische Thema griff das Hein Daddel Team mit dem „Ausverkauf in Griechenland“ auf: „Ist Wöske bald in Götterhand?“

„Tierisch gut“ waren außer der Krötenwanderung von Nur Sie und Co. auch Jungkolping Warstein, die Prinz, Mariechen, Jeck und Co zu „Warsteins neuem Zoo“ erklärten. Das S-Team & Friends kam als „Schafe“ (mit vereinzelten Wölfen), Nachtschwärmer und Co. kamen als „Warsteins Tiere in großem Schritte“, und die Blaue Jugend ging auf Safari, denn „In Warstein ist nur Larifari!“.

„Riskant“ lebte Bürgermeister Manfred Gödde, der bei den Bergstadtjecken aus Eversberg auf einem „Alice im Wunderland“-Wagen mitfuhr und sich zurufen lassen musste, nach Eversberg umzuziehen und die Neue Mitte gleich mitzunehmen. Dem „Rathaus“ als Oberbegriff gewidmet war der Beitrag „Warstein Kopflos“, der ein Rathäuschen auf einem Wägelchen mit sich führte und viel Beifall bekam. Das galt auch für eine zahlenmäßig große Gruppe von „Der bunte Haufen“, auf den die Moderatoren den Blick gar nicht lenken mussten - die Augen der Zuschauer wurden gefangen von den vielen Details zum Motto „Mit Warsteins neuen Ampelzeiten fahren wir bessere Rundenzeiten!“, wo mit überaus viel Kreativität die Veränderungen auf der B 55 aufs Korn genommen wurden.

Rolf Wieskemper und Norbert Vogt sprachen dem Bunten Haufen eine Favoritenrolle zu; die Gruppe konnte tatsächlich in den beiden vergangenen Jahren „gewinnen“ und setzten sich bei den Fußgruppen tatsächlich zum dritten Male durch! Spitzenkandidaten waren aber auch „Shrek, der Wöske Jeck“ (bester Wagen) und der Pyramiden Verleih Ramses mit einer beweglichen Giraffe.

Es gibt diese „Leuchttürme“ in solch einer Großveranstaltung, aber sie lebt auch davon, dass die Garden mitmarschieren, die Prinzen und Elferräte Bonbons werfen, und die Musiker spielen: „Die Karawane zieht weiter!“ Auch 2013 – Warstein Ulk! Suttrop Helau!

Die prämierten Zugteilnehmer: Wagen: 1. KC Desperdos „Es grüßt der Shrek die Wöske Jeck“; 2. Bergstadtjecken „Alice im Wunderland“; 3. Pyramidenverleih Ramses „Im Elferrat ziehen alle nur ‘ne Fleppe, drum feiern wir Karneval in der Steppe“.

Fußgruppen: 1. Bunter Haufen „Mit Warsteins neuen Ampelzeiten fahren wir bessere Rundenzeiten“; 2. Mixed Pickles „Wir leben heut’ auf großen Füßen - die Mixed Pickles lassen grüßen“; 3. Kunterbunt „Warstein kopflos“

Bestes lokales Thema: BV Bürnheim „Der Staub muss weg, sonst hat’s keinen Zweck“.

Beste Zugmaschine: Bergstadtjecken „Alice im Wunderland“.

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