"Maskenmann"-Prozess: Neuer Zeuge aufgetaucht

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Mit diesem Phantombild suchte die Polizei nach dem Kindermörder Martin N.

Stade - Im Prozess gegen den mutmaßliche dreifachen Kindermörder Martin N. vor dem Landgericht Stade ist ein neuer Zeuge aufgetaucht.

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Dabei handelt es sich um einen jungen Mann, der womöglich 2007 von dem Angeklagten sexuell missbraucht wurde. In der vergangenen Woche hatte dessen Halbbruder in nicht öffentlicher Sitzung über Missbrauchsfälle in den Jahren 2002 und 2004 berichtet.

Ob der neue Zeuge noch am Montag aussagen wird, war zunächst unklar. Bislang hatte N. stets behauptet, nach dem Fall Dennis 2001 keine Taten mehr begangen zu haben. Die Zeugenaussagen könnten nach Ansicht von Prozessbeobachtern dazu führen, dass gegen den N. ein Urteil mit Sicherungsverwahrung verhängt wird.

Außerdem hat am Montag ein Profiler im Landgericht Stade ausgesagt. Der Kriminalexperte hatte ein Täterprofil von dem als “Maskenmann“ bekanntgewordenen 40-Jährigen erstellt. Der Angeklagte soll drei Jungen getötet und 20 sexuell missbraucht haben. Er hat den Großteil der Taten vor Gericht zugegeben.

Prozessbeginn gegen den Maskenmann

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Im Laufe des Tages wollte die Kammer auch den Leiter der Sonderkommission der Polizei, Martin Erftenbeck, und einen Rechtsmediziner befragen. Danach sollte sich ein Psychiater zur Schuldfähigkeit von Martin N. äußern. Ob das noch am Nachmittag oder erst am nächsten Verhandlungstag am Mittwoch erfolgen sollte, stand zunächst nicht fest.

dpa

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