Am Dienstag erscheint "Inferno"

Darum geht's in Dan Browns neuem Thriller

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Inferno ist der neue Fall von Kunsthistoriker Robert Langdon.

Köln - Thriller-Star Dan Brown ("Sakrileg") bringt an diesem Dienstag seinen neuen mystischen Roman auf den Markt. Diesmal steht eines der größten Werke der Weltliteratur im Mittelpunkt.

Seine Bücher handeln von spannenden Mythen - und sie sind inzwischen selbst solche geworden. An diesem Dienstag kommt mit „Inferno“ der neue Roman von Star-Autor Dan Brown weltweit auf den Markt.

Soviel ist jetzt schon klar: Der Kölner Bastei-Lübbe-Verlag rechnet mit einem weiteren kommerziellen Mega-Erfolg. Schon jetzt ist die Rede von einem Roman, „der jeden Rekord brechen wird“. Browns neues Buch erscheint in Deutschland mit einer Erstauflage von 700.000 Exemplaren. Browns voriges Buch „Das verlorene Symbol“ über die geheimnisvolle Welt der Freimaurer hatte im Jahr 2009 noch eine Startauflage von 1,2 Millionen.

Nach Verlagsangaben wird Langdon mit „einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes "Göttlicher Komödie"“.

Bei seinem vierten Fall wacht Browns Held, der Kunsthistoriker und Harvard-Professor für Symbologie, Robert Langdon, nun in einem Krankenhaus auf. Wie er dorthin gekommen ist, weiß er nicht, ebenso wenig, warum seine Kleidung blutverschmiert ist. Warum er sich nicht in Massachusetts befindet, sondern mehr als 6000 Kilometer entfernt, ist ihm ein Rätsel. Und vor seinem Fenster wartet eine Frau, die es auf ihn abgesehen hat, mit einer Waffe.

Der Bastei-Lübbe-Verlag hat eine Leseprobe des neuen Romans online gestellt. Neben dem ersten Kapitel mit Langdon in der Klinik ist auch der Prolog zu „Inferno“ veröffentlicht, in dem ein Ich-Erzähler von „sündigen Leibern“ fantasiert, „die sich in feurigem Regen winden, verfressene Seelen, die in Exkrementen treiben, verräterische Schurken, erstarrt in Satans eisigem Griff“. Mehr als Prolog und erstes Kapitel aber sollen bis zur weltweiten Veröffentlichung an diesem Dienstag ein großes und streng gehütetes Geheimnis bleiben.

Das Buch wird selbst zum Mythos

Wie groß dieses Geheimnis ist, hat Alex Adami für die italienische Zeitschrift „TV Sorrisi e Canzoni“ aufgeschrieben. Demnach wurde das Buch zwei Monate lang in einer streng abgeschirmten, unterirdischen Übersetzungswerkstatt vor den Toren Mailands übersetzt. Diejenigen, die dort arbeiteten, nannten ihr Büro „den Bunker“.

Ihre Handys und alles, was Kontakt zur Außenwelt herstellen konnte, mussten die Übersetzer bei bewaffnetem Sicherheitspersonal abgeben, heißt es in dem Bericht. Raucher durften ein paar Zigaretten mitnehmen. „Ihre Computer wurden versiegelt und an den Tischen festgeschraubt, damit keine Teilkopien des Werkes hinausgeschmuggelt werden konnten. Jede kleinste Bewegung von ihnen wurde in einer Liste protokolliert.“

"Sakrileg" knackte alle Rekorde

Die großen Erwartungen haben ihren Grund. Schließlich ist Browns „Sakrileg“, der zweite Langdon-Fall, der den Autor vor rund zehn Jahren auf den Bestseller-Olymp katapultierte, nach Verlagsangaben mit weltweit 81 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Hardcover-Buch aller Zeiten für Erwachsene. „Sakrileg“, das Buch über die Rolle der Frau in der katholischem Kirche, religiöse Verschwörungstheorien, Opus Dei, die Tempelritter und den Heiligen Gral (Original „The Da Vinci Code“), wurde in 51 Sprachen übersetzt und gehört zu den meistgelesenen Büchern neben „Harry Potter“, Margaret Mitchells „Vom Winde verweht“ - und der Bibel.

Insgesamt hat Dan Brown 150 Millionen Bücher verkauft. Die beiden Verfilmungen von „Sakrileg“ und dem Roman-Vorgänger „Illuminati“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle spielten 1,25 Milliarden Dollar ein.

Doch nicht etwa wegen der Konkurrenz zum Buch der Bücher sind Browns Romane der katholischen Kirche ein Dorn im Auge. Vertreter des Vatikans kritisierten, „Sakrileg“ verbreite abstruse Thesen über eine Liebesbeziehung von Jesus und Maria Magdalena und verunglimpfe die katholische Organisation Opus Dei. Brown wollte sich damals nicht zu der Kritik äußern und sagte: „Das sollen die Bibelforscher und Historiker mal schön unter sich austragen.“ Ein britischer Priester habe ihm gesagt: „Das Christentum hat Galilei und Darwin überlebt, es wird ganz bestimmt auch Dan Brown überleben.“

dpa

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